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November 2020 – Karies­schutz für Kin­der­zähne

Bei Kinderzähnen gibt es Stellen, die auch bei guter Zahnpflege sehr anfällig für Karies sind. Dazu zählen die als Fissuren bezeichneten Furchen, Grübchen und Vertiefungen auf den Kauflächen der Backenzähne. Sind die Fissuren tief und eng, können sich darin leicht bakterielle Beläge festsetzen – und eben zu Karies führen. Die Borsten der Zahnbürste reichen in diesen Fällen nicht in die Fissuren hinein. Daher ist es empfehlenswert, die Fissuren versiegeln zu lassen.

Warum ist eine Fissurenversiegelung sinnvoll?

Die Versiegelung sorgt für ebene Kauflächen und erleichtert daher die tägliche Zahnpflege. An den versiegelten Stellen haben die bakteriellen Zahnbeläge keinen Kontakt mehr mit dem Zahnschmelz. Somit werden die Kauflächen der Zähne nachhaltig vor Karies geschützt. Wissenschaftliche Kontrolluntersuchungen bestätigen entsprechende Langzeiterfolge.

Wann und bei welchen Zähnen wird die Versiegelung durchgeführt?

Die Kosten für die Fissurenversiegelung werden von den gesetzlichen Krankenkassen für die vorderen großen Backenzähne übernommen. Diese erscheinen im Alter von etwa sechs Jahren als erste bleibenden Zähne und sind nach dem Durchbrechen besonders kariesgefährdet. Aus zahnmedizinischer Sicht ist es aber oft auch sinnvoll, die kleinen Backenzähne und die Milchmahlzähne zu versiegeln. Milchzähne haben eine wichtige Funktion als Platzhalter für die bleibenden Zähne.

Bei Erwachsenen kommt eine Fissurenversiegelung bei erhöhtem Kariesrisiko bzw. bei erschwerter Mundhygiene (zum Beispiel bei Patienten mit festsitzenden Zahnspangen) in Betracht.

Sie haben Fragen zur Fissurenversiegelung? Wir beraten Sie gern.

 

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